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Aktuelles (Presseartikel & Neuigkeiten)

Feuer im Schlauchturm

Feuer im Schlauchturm der Feuerwache Eschwege in der Bismarckstraße 12-14 lautete der Einsatzauftrag für die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr Eschwege gestern Abend um 19:45 Uhr.


Im Rahmen des planmäßigen Aus- und Fortbildungsdienstes hatte sich der Übungsverantwortliche Harald Geissler gemeinsam mit Wehrführer Sven Rathgeber das Szenario des Brandes im Schlauchturm einfallen lassen.


Durch Schweißarbeiten im Turm war ein Feuer ausgebrochen, 2 Erwachsene sowie 2 Jugendliche wurden vermisst. Die im Stadtgebiet postierten Feuerwehrfahrzeuge rückten mit Ihrer Besatzung zur Einsatzstelle aus, nachdem sie zeitlich versetzt abgerufen wurden.


Nach erster Erkundung wurde ein Angriffstrupp über den Treppenraum in den Schlauchturm geschickt, nach Eintreffen weiterer Kräfte wurde dieser Trupp verstärkt. Neben den vermissten Personen wurde eine mit Feuer beaufschlagte Gasflasche gefunden und ins Freie verbracht.


Nach ca. einer Stunde war die Übung beendet.

 

Ein Notruf für ganz Europa

Seit Dezember 2008 erhalten die Menschen in ganz Europa unter der einheitlichen Notrufnummer 112 Hilfe. In allen 27 Ländern der Europäischen Union können aus allen Fest- und Mobilfunknetzen gebührenfrei Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste erreicht werden.
Doch immer noch wissen viel zu wenige Europäer von diesem Angebot. Einer von der EU veröffentlichten Studie zufolge ist nur einem Viertel der EU-Bürger die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 bekannt. Zwar kannten zum Befragungszeitpunkt 75 Prozent der befragten Bürger in Deutschland die nationale Notrufnummer 112, allerdings wussten nur 18 Prozent, dass die gleiche Notrufnummer auch in allen anderen EU-Mitgliedstaaten angerufen werden kann.
Um den Bekanntheitsgrad der europaweiten 112 Notrufnummer zu erhöhen, wurde der 11. Februar zum Europäischen Tag des Notrufs erklärt. Er findet in diesem Jahr zum fünften Mal statt. An diesem Tag werden europaweit verschiedene Sensibilisierungs- und Networking-Aktivitäten zur Steigerung der Nutzung der Notrufnummer organisiert.

Quelle: BMI

 

Fortschritte beim Digitalfunk

Innenminister Boris Rhein: Fortschritte beim Digitalfunk

07.02.2013 - Pressemitteilung

Wiesbaden. Innenminister Boris Rhein erklärte heute, dass der Digitalfunk in Hessen große Fortschritte mache. 348 der insgesamt 405 Basisstationen sind bisher aufgebaut. Der im Jahr 2012 gestartete Testbetrieb läuft erfolgreich. Diese Testphase ist nötig, um unerwünschte Effekte und Unregelmäßigkeiten zu erkennen und zu beheben, bevor die neue Technik in den Echtbetrieb geht.

Derzeit geben 150 Gemeinden ihren Feuerwehren die Möglichkeit den Digitalfunk in dieser Phase zu testen. Viele Einsatzkräfte, die bereits auf die moderne Technik umgestiegen sind, zeigen sich zufrieden mit dem neuen System. Auffälligkeiten und Störungen sind dabei die Ausnahme. Bisher sind dem Innenministerium, neben den Rückmeldungen der Freiwilligen Feuerwehr Niedernhausen, Unregelmäßigkeiten bei zwei weiteren Feuerwehren bekannt. Die Ursache liegt in der Software der neuen Handfunkgeräte.

Innenminister Boris Rhein: „Die Herstellerfirma der Handfunkgeräte arbeitet derzeit gemeinsam mit dem Innenministerium an entsprechenden Lösungen. Um bei Unregelmäßigkeiten mit dem Digitalfunk im Testbetrieb nicht die Gesundheit der Feuerwehrleute im Einsatz zu gefährden und eine ständige Kommunikationsfähigkeit zu garantieren, ist der Analogfunk weiter ständig im Betrieb und bildet so, die in solchen Testphasen unerlässliche Rückfallebene.“

Trotz gegenteiliger Empfehlung des Innenministeriums, hat die Gemeinde Niedernhausen ihre 2m-Funkgeräte für den Analogfunk verkauft und somit die Entscheidung getroffen freiwillig auf die Nutzung der Rückfallebene zu verzichten.

„Andere an der Testphase beteiligten Gemeinden haben dies nicht getan und nutzen weiter ihre 2-Meter Funkgeräte im analogen Netz als Rückfallsystem, um im Notfall ihren Feuerwehrleuten bestmöglichen Schutz zu bieten. Wir lassen die Gemeinde Niedernhausen jetzt jedoch nicht im Regen stehen. Die Polizei hat der Gemeinde inzwischen unbürokratisch unter die Arme gegriffen und der Freiwilligen Feuerwehr 25 ausgemusterte Analogfunkgeräte zur Verfügung gestellt“, so Innenminister Boris Rhein.

Die Vorteile des Digitalfunks überwiegen im Vergleich zum Analogfunk. Die neue Technik erlaubt eine verbesserte Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Einsatzkräften. Bei Großeinsätzen beispielsweise können Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei ungehindert Informationen austauschen. Der Digitalfunk erleichtert die Arbeit der Einsatzkräfte und ist zudem abhörsicher.


Quelle: HmdIS
Pressestelle: Ministerium des Innern und für Sport
Pressesprecher: Mark Kohlbecher, Friedrich-Ebert-Allee 12, D-65185 Wiesbaden
Telefon: (0611) 353 1606, Fax: (0611) 353 1608
E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
 

Schnellere Hilfe mit dem digitalen Rettungsdatenblatt

Start am 1. Februar 2013: VDA, VDIK und ADAC stellen Bundesverkehrsminister Ramsauer neue Rettungs-Software vor

Berlin/Bad Homburg/München, 31. Januar 2013. Feuerwehren und Rettungskräfte können bei Unfällen im Straßenverkehr künftig noch schneller und gezielter helfen. Alle erforderlichen Datenblätter mit Informationen zur Rettung von Personen aus Unfallwagen sind ab sofort bei den Rettungsleitstellen in elektronischer Form verfügbar. Die digitalen Rettungsdatenblätter enthalten sicherheitsrelevante Hinweise zu sensiblen Bauteilen wie Tanks, Batterien oder Airbags. Der Verband der Automobilindustrie (VDA), der Verband der Internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) und der ADAC haben Bundesverkehrsminister Dr. Peter Raumsauer eine entsprechende Software-Lösung vorgestellt, mit der Rettungskräfte das passende Rettungsdatenblatt für nahezu jedes Pkw-Modell anfordern können.

Für die Abfrage der fahrzeugbezogenen Informationen anhand des Kennzeichens direkt aus der Datenbank des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) hatte Bundesverkehrsminister Ramsauer die rechtlichen Grundlagen geschaffen. Sie treten am 1. Februar 2013 in Kraft.

Peter Ramsauer, Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung:

"Wenn es zum Unfall kommt, zählt jede Minute. Die Rettungskräfte brauchen so schnell wie möglich alle wichtigen Informationen, um die Insassen sicher aus ihrem Fahrzeug zu befreien. Ich habe dafür die Fahrzeug-Zulassungsverordnung so ändern lassen, dass die Rettungsleitstellen beim KBA die notwendigen Daten zur Identifizierung des Fahrzeuges abfragen können. Durch den direkten Draht nach Flensburg verhindern wir lebensgefährliche Verzögerungen. Das digitale Rettungsdatenblatt ist ein großer Schritt, um am Unfallort schneller und gezielter helfen zu können – und damit ein großer Schritt für mehr Sicherheit im Straßenverkehr."

Die Deutsche Automobil-Treuhand (DAT) hat die Software "SilverDAT FRS" im Auftrag der Verbände VDA und VDIK sowie des ADAC programmiert. Die Abfrage dauert nur wenige Sekunden: Die Feuerwehr gibt per Funk das Kennzeichen eines Unfallwagens an die Rettungsleitstelle durch. Dort wird das Kennzeichen in die Bedienoberfläche der Software eingegeben, die nun eine Verbindung zur DAT-Datenbank herstellt. Der DAT-Server ruft beim KBA das polizeiliche Kennzeichen des Fahrzeugs ab und erhält automatisch die Information, um welches Fahrzeugmodell es sich handelt. Die DAT-Software kann aus über 1.100 verschiedenen Fahrzeugmodellen unterschiedlichster Hersteller und Baujahre das passende Rettungsdatenblatt zuordnen und auf den Monitoren der Rettungsleitstelle anzeigen. Diese schickt das Rettungsdatenblatt auf ein mobiles Endgerät der Feuerwehr – etwa einen Laptop oder einen Tablet-PC.

VDA-Präsident Matthias Wissmann betonte:

"Die neue Rettungsdatenblatt-Software ist ab sofort verfügbar. Jetzt kommt es darauf an, dass die Rettungsleitstellen in Deutschland die Software bestellen und installieren. Die Automobilindustrie stellt hoch-innovative Technologie zur Verfügung, die Bereitstellung der exakt passenden Rettungsdatenblätter für jedes Auto ist nun überzeugend gelöst. Das neue System beweist auch: Die Automobilindustrie ist führend bei der stetigen Verbesserung der Straßenverkehrssicherheit. Dies gilt für die aktiven und passiven Sicherheitssysteme im Fahrzeug. Das neue Rettungsdatenblatt ist zudem ein entscheidender Beitrag zur Minderung von Unfallfolgen."

ADAC-Präsident Peter Meyer verwies auf die Bedeutung der Rettungskarte für die Mitglieder des größten europäischen Automobilclubs:

"Mit der digitalen Rettungskarte als Weiterentwicklung der erfolgreichen Papierversion gehen wir gemeinsam einen großen Schritt in die richtige Richtung. Künftig lassen sich alle erforderlichen Informationen elektronisch direkt an die Unfallstelle übermitteln und so eventuell entscheidende Augenblicke bei der Rettung von Unfallopfern gewinnen."

VDIK-Geschäftsführer Dr. Thomas Almeroth sagte:

"Durch diese Initiative der Automobilhersteller, die gemeinsam das Projekt ins Leben gerufen und durch ihre Finanzierung jetzt auch den Online-Abruf der Rettungsdatenblätter ermöglicht haben, ist ein wichtiger Schritt zur weiteren Reduzierung der Opfer bei Verkehrsunfällen umgesetzt worden. Selbstverständlich treiben die Automobilhersteller die Entwicklungen der aktiven und passiven Sicherheit ihrer Fahrzeuge deutlich voran."

Erste Rettungsdatenblätter gab es Mitte der 1990er Jahre. Seit 2008 bieten die Fahrzeughersteller in Deutschland standardisierte Rettungsdatenblätter modellspezifisch als Download an. Das Rettungsdatenblatt stellt den Rettungskräften an der Einsatzstelle fahrzeugspezifische Informationen für die Personenrettung zur Verfügung. Grafisch dargestellt werden neben Tanks, Batterien und Airbags auch weitere Bauteile wie Gurtstraffer, Strukturversteifungen und Hochvoltbauteile elektrisch angetriebener Fahrzeuge. Das neue System wurde auch in Zusammenarbeit mit dem ADAC entwickelt.

Weitere Informationen zur neuen Software sind im Internet auf den Seiten der DAT abrufbar.

 

Quelle: BMVBS

 

Vier Einsatzgruppen für Chemieunfälle

Vier Einsatzgruppen für Chemieunfälle

Werra-Meißner. Um für Einsätze bei Unfällen und Bränden mit Gefahrgut gut gerüstet zu sein, haben die Feuerwehren des Werra-Meißner-Kreises ein gemeinsames Gefahrstoff-Konzept erarbeitet. Es wurde noch im alten Jahr allen Bürgermeistern präsentiert, schließlich müssen auch die Städte und Gemeinden ihren Beitrag leisten.

Ziel des 20 Seiten u

mfassenden Konzeptes ist, durch interkommunale Zusammenarbeiten die Kosten zu senken und qualifiziertes Personal zusammenzuführen. Denn die erforderliche technische Ausstattung ist „nicht billig“, wie Kreisbrandinspektor (KBI) Christian Sasse sagt. Zudem wird ein hoher Ausbildungsstand verlangt, um den vielfältigen Anforderungen gewachsen zu sein.

Weil dies in kleinen Einheiten nicht mehr machbar ist, soll der Werra-Meißner-Kreis auf dem Papier in vier Einsatzsektoren eingeteilt werden, in denen jeweils eine Gefahrstoffgruppe über Gemeindegrenzen hinweg übt und agiert. Fachberater wie Chemiker und Biologen sollen eingebunden werden.

Außerdem wird eine Dekontaminationsstaffel mit qualifizierten Kräften aus allen Feuerwehren des Kreises gebildet.

In der jüngsten Bürgermeister-Kreisversammlung wurde das Konzept bereits befürwortet. „Wir machen es“, gibt KBI Sasse die Richtung bereits vor. Nur die Finanzierung ist noch nicht gesichert. Wenn die internen Absprachen dazu abgeschlossen sind, soll europaweit ausgeschrieben werden.

Allein die Ausrüstung kostet insgesamt schätzungsweise 200 000 Euro. Angeschafft werden müssen 42 gasdichte Chemikalienschutzanzüge, 42 flüssigkeitsdichte Körperschutzanzüge, vier Dekontaminationsduschen sowie die Technik für den Gefahrstoffnachweis in fünffacher Ausführung.

Hinzu kommen dann noch die Kosten für die umfangreiche Ausbildung der Einsatzkräfte.

 

Quelle: Werra-Rundschau

 

Digitalfunk

Wehren im Kreis funken ab 2013 digital

Eschwege. Die Rettungskräfte im Werra-Meißner-Kreis funken ab 2013 digital. Dies teilte Landrat Stefan Reuß während einer Informationsveranstaltung für die Bürgermeister der 16 Kommunen im Kreis und die Leiter der Feuerwehren mit.

Die Einführung des bundesweiten Digitalfunks wird seit 2006 vorangetrieben, wurde allerdings im Werra-Meißner-Kreis seitdem immer wieder verschoben. Nun sei man zuversichtlich, dass es im kommenden Jahr tatsächlich klappe, sagt Kreisbrandinspektor Christian Sasse während der Veranstaltung. „In Südhessen funken sie schon digital, in Ost- und Mittelhessen geht es gerade los und als Nächstes kommen wir“, sagt Sasse. Dass die Einführung immer wieder verschoben wurde, liegt seiner Meinung nach an den Abstimmungsschwierigkeiten der Bundesländer untereinander, da der Funk bundesweit eingeführt wird, und nicht an der Technik. „Die Technik funktioniert und wird ja auch schon eingesetzt“, sagt Sasse. Im Gegenteil bringe der Digitalfunk den Wehren viele Vorteile. So bekomme die Leitstelle bei einem Einsatz schnell Rückmeldung, ob genug Einsatzkräfte kommen können. „Bislang können die Feuerwehrleute nicht direkt antworten, ob sie kommen können oder nicht, so dass erst beim Eintreffen in der Feuerwache klar ist, ob genug Kräfte da sind“, sagt Sasse. Zudem müssen sich die Wehren im Kreis derzeit einen analogen Kanal teilen. „Bei mehreren Einsätzen gleichzeitig wird dann nacheinander gefunkt“, sagt Sasse. Beim Digitalfunk könne nun jede Wehr einen eigenen Kanal bekommen und während Einsätzen ungestört untereinander kommunizieren.

In der Kreisstadt Eschwege ist die Umrüstung zum Digitalfunk im Haushalt 2013 mit 200?000 Euro eingeplant, teilt Stadtkämmerer Reiner Brill mit. Angeschafft werden sollen 56 Handgeräte, 18 Einbaugeräte für die Fahrzeuge sowie zwei Geräte für die Leitstelle.

 

Quelle: Werra-Rundschau

 

01.02.2012 / Feuerwehrmann geblitzt

Grauzone: Feuerwehrler auf dem Weg zum Einsatz geblitzt

Auf dem Weg zum Einsatz geblitzt: Eine "Verstrickung ungünstiger Zufälle" hat dem Deggendorfer Martin Friedl einen besonders ärgerlichen Strafzettel beschert. Das drohende Fahrverbot konnte der 28-jährige Feuerwehrmann mit seinem Widerspruch noch abwenden. Auf 200 Euro Bußgeld bleibt er sitzen.
Passiert ist's an einem Oktobertag. Martin Friedl war zu Hause. Als er gerade Mittagessen kochen wollte, kam der Alarm: Gasleitung abgerissen in Osterhofen, hieß es. Martin Friedl, der im Deggendorfer Stadtteil Scheuering oberhalb des Krankenhausbergs wohnt, weiß: Mittags sind viele gar nicht greifbar. Zudem ist er einer von landkreisweit rund 70 Feuerwehrlern des Gefahrgutzugs und wegen seiner besonderen Ausbildung als Messspezialist in solchen Fällen besonders gefragt. Also hat es ihm pressiert.
Noch in Scheuering hat Friedl sein Auto, in Gedanken schon beim bevorstehenden Einsatz, bergab laufen lassen. Die Straße ist gerade und übersichtlich: "Wenn da Fußgänger gewesen wären, hätte ich sie gesehen." Dennoch: Statt der erlaubten 30 ist Friedl 61 Stundenkilometer gefahren. Und da hat's geblitzt: 160 Euro und vier Wochen Fahrverbot waren die erste Ansage.
Martin Friedl formulierte einen Einspruch. Die Sache kam vor Gericht. 200 Euro, dafür kein Fahrverbot ? so viel Kulanz war drin für den Feuerwehrler. Und der will nun auch nichts weiter unternehmen: "Wenn ich das noch einmal vor Gericht bringe, dann kommt auch das Fahrverbot wieder auf den Tisch", hat man ihm vermittelt. "Dann zahle ich lieber die 40 Euro mehr und die Sache ist erledigt."


Quelle: Deggendorfer Zeitung (Deggendorf  |  19.01.2012  |  16:50 Uhr)

 

 


Feuerwehrler geblitzt ? Ministerium: Kommt auf den Einzelfall an

Der Fall des Deggendorfer Feuerwehrmanns Martin Friedl (28), der auf dem Weg zu einem Einsatz mit Tempo 61 in einer 30er-Zone geblitzt worden war und dafür 200 Euro Bußgeld zahlen muss, hat für ein großes Echo unter bayerischen Feuerwehrleuten gesorgt. War die kommunale Verkehrsüberwachung in Deggendorf übereifrig oder das Bußgeld doch gerechtfertigt? Darüber ist eine intensive Debatte entbrannt ? auch auf der Facebook-Fanseite der Passauer Neuen Presse. Die PNP ist nun der Frage nachgegangen, wie solche Fälle grundsätzlich gehandhabt werden.
Im Polizeipräsidium Niederbayern  erinnert sich Pressesprecher Klaus  Pickel an "keinen vergleichbaren Fall  in näherer Vergangenheit". Bei rechtlichen Grundsatzfragen verweist er auf das Innenministerium in München.

"Im Paragrafen 35 der Straßenverkehrsordnung  ist geregelt, wann jemand Sonderrechte in Anspruch nehmen kann", sagt Michael Siefener, Sprecher  des Innenministeriums. Bei Rettungskräften falle unter diese Sonderrechte auch die Fahrt vom Wohnort in die Einsatzzentrale ? solange die öffentliche Sicherheit und Ordnung beachtet wird, erläutert Siefener. Wird ein Feuerwehrmann auf dem Weg zum Einsatz geblitzt, komme es also immer auf den Einzelfall an ?  wo stand das Radar und wie schnell war der Mann unterwegs. Siefener: "Wenn beispielsweise jemand morgens um acht mit 100  Stundenkilometern an einem Kindergarten vorbeirast, kann er sich sicherlich nicht auf seine Sonderrechte berufen."
Grundsätzlich sei es so, dass ein Temposünder  von der Polizei einen Anhörungsbogen zugeschickt bekomme. "Wenn in diesem nachvollziehbar dargelegt wird, dass es sich um eine Einsatzfahrt gehandelt hat, dann kann die Bußgeldstelle diesen Fall einstellen", erklärt der Sprecher des Innenministeriums. Jeder Einzelfall werde sehr genau geprüft.
Zum Fall des Deggendorfer Feuerwehrmanns Martin Friedl meinte Siefener: "Ich kenne die Verhältnisse vor Ort  und die Hintergründe nicht. Doch das Gericht hat den Fall geprüft  ? und er hat offenbar standgehalten." Friedl hatte sich mit dem Gericht geeinigt, statt der ursprünglichen 160 Euro nun 200 Euro Bußgeld zu zahlen. Dafür wurde ihm das vierwöchige Fahrverbot erlassen.
Siefener betont: "Eines ist klar: Die Bußgeldstellen entscheiden objektiv über jeden Einzelfall. Und es ist schließlich im Interesse des Staats, dass es Ehrenamtliche gibt, die ihre Freizeit für das Gemeinwohl opfern." Solange die rechtlichen Vorgaben eingehalten würden, dürfe niemand bestraft werden, betont der Sprecher des Innenministeriums.  "Die Sonderrechte sind aber auch kein Freifahrtschein."

 

Quelle: Deggendorfer Zeitung (Deggendorf/München  |  21.01.2012  |  12:00 Uhr)